Rund um das Gartenhaus

Welche Wandstärke braucht ein Gartenhaus? 34, 44 oder 66 mm?

Welche Wandstärke braucht ein Gartenhaus? 34, 44 oder 66 mm?

Wer ein neues Gartenhaus kaufen möchte, steht schnell vor einer wichtigen Frage: Welche Wandstärke braucht mein Gartenhaus – 34, 44 oder 66 mm?

Die richtige Wandstärke hängt vor allem davon ab, wie Sie Ihr Gartenhaus später nutzen möchten. Für die Aufbewahrung von Gartengeräten gelten andere Anforderungen als für einen Hobbyraum, ein Gartenbüro oder ein regelmäßig genutztes Ferienhaus.

Eine stärkere Blockbohle bietet grundsätzlich mehr Stabilität und eine bessere natürliche Wärmedämmung. Trotzdem ist die stärkste Wand nicht automatisch für jeden Einsatzzweck notwendig.

In diesem Ratgeber zeigen wir die Unterschiede zwischen 34, 44 und 66 mm Wandstärke und erklären, welche Variante für welchen Einsatzzweck sinnvoll ist.

Warum ist die Wandstärke beim Gartenhaus wichtig?

Die Wandstärke beeinflusst mehrere Eigenschaften eines Gartenhauses gleichzeitig.

Dazu gehören insbesondere:

  • Stabilität der Konstruktion
  • Wärmedämmung
  • Temperaturverhalten im Innenraum
  • Einsatzmöglichkeiten
  • Nutzung während der Übergangszeit
  • Langlebigkeit und Robustheit
  • Preis des Gartenhauses

Ein einfaches Gerätehaus benötigt deshalb nicht denselben Wandaufbau wie ein Gartenhaus, das regelmäßig als Aufenthaltsraum genutzt wird.

Bei der Auswahl sollte man daher zuerst die Frage beantworten:

Wie möchte ich mein Gartenhaus später tatsächlich nutzen?

Gartenhaus mit 34 mm Wandstärke

Eine 34-mm-Blockbohle ist eine solide Ausführung für klassische Gartenhäuser und Freizeitgebäude.

Sie bietet bereits deutlich mehr Stabilität als sehr dünnwandige Gerätehäuser und eignet sich besonders für Gartenhäuser, die hauptsächlich während der wärmeren Monate genutzt werden.

Für welche Nutzung sind 34 mm geeignet?

Ein Gartenhaus mit 34 mm Wandstärke eignet sich beispielsweise als:

  • Gerätehaus
  • Abstellraum
  • Werkstatt
  • klassisches Gartenhaus
  • Hobbyraum
  • Aufenthaltsraum im Sommer
  • Lagerraum für Gartenmöbel und Gartengeräte

Wer sein Gartenhaus hauptsächlich von Frühjahr bis Herbst nutzt und keine besonderen Anforderungen an die Wärmedämmung stellt, findet mit 34 mm Wandstärke häufig eine wirtschaftliche Lösung.

Vorteile von 34 mm

Die 34-mm-Ausführung bietet ein gutes Verhältnis zwischen Stabilität und Preis.

Durch die geringere Materialstärke sind entsprechende Gartenhäuser in der Regel günstiger als vergleichbare Modelle mit 44 oder 66 mm starken Blockbohlen.

Für ein klassisches Gartenhaus ohne ganzjährige Nutzung ist eine stärkere Wand deshalb nicht immer notwendig.

Gartenhaus mit 44 mm Wandstärke

Die 44-mm-Blockbohle ist für viele Kunden der interessante Mittelweg.

Sie bietet mehr Holzmasse und damit eine höhere Stabilität sowie ein besseres Temperaturverhalten als eine 34-mm-Wand.

Ein Gartenhaus mit 44 mm eignet sich deshalb besonders dann, wenn das Gebäude nicht nur als Abstellraum dienen soll.

Für welche Nutzung sind 44 mm geeignet?

44 mm Wandstärke empfehlen sich beispielsweise für:

  • hochwertige Gartenhäuser
  • Hobbyräume
  • Werkstätten
  • Freizeiträume
  • Gartenbüros
  • größere Gartenhäuser
  • regelmäßig genutzte Aufenthaltsräume
  • Wochenendnutzung

Wer sich längere Zeit im Gartenhaus aufhalten möchte, sollte deshalb eine 44-mm-Ausführung in Betracht ziehen.

Vorteile von 44 mm

Gegenüber einer 34-mm-Blockbohle bietet die 44-mm-Wand mehr Materialstärke und damit eine robustere Konstruktion.

Besonders bei größeren Gartenhäusern oder Gebäuden mit großen Fenster- und Türflächen kann eine stärkere Konstruktion sinnvoll sein.

Für viele typische Gartenhausprojekte stellt 44 mm einen sehr guten Kompromiss zwischen Preis, Stabilität und Nutzungskomfort dar.

Gartenhaus mit 66 mm Wandstärke

Eine 66-mm-Blockbohle gehört bereits zu den sehr massiven Konstruktionen im Gartenhausbereich.

Diese Ausführung eignet sich insbesondere für hochwertige und größere Gartenhäuser sowie für Gebäude, die regelmäßig als Aufenthaltsraum genutzt werden.

Für welche Nutzung sind 66 mm geeignet?

Ein Gartenhaus mit 66 mm Wandstärke eignet sich beispielsweise als:

  • hochwertiger Hobbyraum
  • Gartenbüro
  • Atelier
  • Freizeithaus
  • größeres Wochenendhaus
  • regelmäßig genutzter Aufenthaltsraum
  • Basis für zusätzlich gedämmte Konstruktionen

Die massive Wandkonstruktion sorgt für hohe Stabilität und ein angenehmes Raumgefühl.

Vorteile von 66 mm

Die größere Holzmasse verbessert gegenüber dünneren Blockbohlen unter anderem das Temperaturverhalten und erhöht die Robustheit der Konstruktion.

Wer ein Gartenhaus intensiv nutzen möchte oder besonderen Wert auf eine massive Bauweise legt, sollte deshalb die 66-mm-Ausführung prüfen.

34, 44 oder 66 mm – der direkte Vergleich

WandstärkeTypische NutzungStabilitätNutzungskomfortPreisniveau
34 mmGerätehaus, Lager, Sommer-Gartenhausgutgut für saisonale Nutzung
44 mmHobbyraum, Werkstatt, Gartenbürosehr gutsehr gut€€
66 mmintensiver genutztes Gartenhaus, Büro, Freizeithaussehr hochhoch€€€

Die Tabelle dient als Orientierung. Neben der Wandstärke spielen Größe, Konstruktion, Dach, Fenster, Türen und gegebenenfalls eine zusätzliche Dämmung eine wichtige Rolle.

Welche Wandstärke empfehlen wir?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Als einfache Entscheidungshilfe kann man jedoch sagen:

34 mm: für klassische Gartenhäuser und überwiegend saisonale Nutzung.

44 mm: für Kunden, die ihr Gartenhaus häufiger als Aufenthalts-, Hobby- oder Arbeitsraum verwenden möchten.

66 mm: für größere, besonders massive oder intensiv genutzte Gartenhäuser und Projekte mit höheren Anforderungen.

Wer zwischen 34 und 44 mm schwankt und das Gartenhaus regelmäßig nutzen möchte, sollte eher die stärkere Variante wählen.

Bei einer geplanten intensiven Nutzung kann wiederum eine 66-mm-Konstruktion oder eine zusätzlich gedämmte Ausführung die bessere Lösung sein.

Bedeutet eine dickere Wand automatisch ein winterfestes Gartenhaus?

Nein. Das ist ein besonders wichtiger Punkt.

Die Wandstärke der Blockbohle darf nicht mit der Wärmedämmung eines vollständigen Gebäudes verwechselt werden.

Eine 66-mm-Holzwand besitzt zwar bessere thermische Eigenschaften als eine 34-mm-Holzwand. Für eine effiziente Nutzung während der kalten Jahreszeit müssen jedoch weitere Bauteile berücksichtigt werden.

Dazu gehören insbesondere:

  • Dach
  • Fußboden
  • Fenster
  • Türen
  • Wandaufbau
  • Luftdichtheit
  • Heizung

Ein Gartenhaus mit 66-mm-Blockbohlen und ungedämmtem Dach und Boden ist deshalb nicht automatisch besser für den Winter geeignet als ein fachgerecht gedämmtes Gartenhaus mit einem anderen Wandaufbau.

Wann sollte ein Gartenhaus zusätzlich gedämmt werden?

Eine zusätzliche Dämmung ist besonders interessant, wenn das Gartenhaus auch bei niedrigen Außentemperaturen regelmäßig genutzt werden soll.

Das betrifft beispielsweise:

  • Gartenbüros
  • Hobbyräume
  • Gästehäuser
  • Freizeithäuser
  • Wochenendhäuser
  • beheizte Werkstätten

Bei unseren isolierten Gartenhäusern betrachten wir deshalb nicht nur die Blockbohle, sondern den gesamten Aufbau von Wand, Dach und Boden.

Unsere isolierten Gartenhäuser

Für Kunden mit höheren Anforderungen bieten wir zusätzlich isolierte Ausführungen an.

Je nach Modell und Ausführung sind unterschiedliche Dämmaufbauten möglich.

Bei einer Basisisolierung können beispielsweise etwa 50 mm Dämmung an Wand, Dach und Boden eingesetzt werden.

Für höhere Anforderungen sind bei entsprechenden Ausführungen deutlich stärkere Dämmungen möglich, beispielsweise:

  • Wanddämmung bis ca. 130 mm
  • Dachdämmung bis ca. 180 mm
  • Bodendämmung bis ca. 100 mm

Welcher Aufbau sinnvoll ist, hängt von der geplanten Nutzung des Gebäudes ab.

44+44 mm Doppelwand – eine weitere Möglichkeit

Neben einer einfachen Blockbohlenwand bieten bestimmte Modelle auch einen doppelwandigen Aufbau mit 44 + 44 mm Blockbohlen.

Zwischen den beiden Holzwänden befindet sich die Dämmebene.

Dadurch verbindet diese Konstruktion die Optik einer massiven Holzwand innen und außen mit einer zusätzlichen Wärmedämmung.

Diese Bauweise eignet sich besonders für Garten- und Freizeithäuser mit höheren Anforderungen an den Nutzungskomfort.

Je nach Ausführung können unterschiedliche Dämmstärken eingesetzt werden.

Ist 66 mm besser als 44 mm mit Dämmung?

Diese Frage lässt sich nicht allein anhand der Millimeterangaben beantworten.

Eine massive 66-mm-Blockbohle und eine Konstruktion mit zusätzlicher Wärmedämmung verfolgen teilweise unterschiedliche Ziele.

Die 66-mm-Blockbohle bietet eine sehr massive Holzkonstruktion. Eine gedämmte Wand kann dagegen bei entsprechender Konstruktion einen wesentlich höheren Wärmeschutz erreichen.

Wer sein Gartenhaus hauptsächlich im Sommer nutzt, benötigt möglicherweise keine zusätzliche Dämmung.

Wer dagegen im Winter regelmäßig darin arbeiten oder sich längere Zeit darin aufhalten möchte, sollte stärker auf den kompletten gedämmten Wand-, Dach- und Bodenaufbau achten.

Auch Fenster und Türen sind entscheidend

Bei der Planung eines hochwertigen Gartenhauses werden Fenster und Türen häufig unterschätzt.

Die beste Wanddämmung bringt wenig, wenn große Wärmeverluste über ungeeignete Fenster oder Türen entstehen.

Deshalb sollte insbesondere bei beheizten oder regelmäßig genutzten Gartenhäusern darauf geachtet werden, dass Wandaufbau, Fenster und Türen zueinander passen.

Bei vielen unserer Gartenhäuser kommen Holzfenster mit Doppelverglasung zum Einsatz. Je nach Hausserie und gewünschter Ausführung stehen unterschiedliche Lösungen zur Verfügung.

Dach und Boden nicht vergessen

Wer ein Gartenhaus isolieren möchte, konzentriert sich häufig zuerst auf die Wände.

Mindestens ebenso wichtig sind jedoch Dach und Boden.

Warme Luft steigt nach oben. Ein schlecht gedämmtes Dach kann deshalb erhebliche Wärmeverluste verursachen.

Auch über einen ungedämmten Boden kann insbesondere während der kalten Jahreszeit viel Wärme verloren gehen.

Für ein regelmäßig beheiztes Gartenhaus sollte deshalb immer das gesamte Gebäude betrachtet werden.

Welche Wandstärke für ein Gartenbüro?

Für ein Gartenbüro hängt die richtige Konstruktion stark davon ab, wann es genutzt werden soll.

Wer ausschließlich während der warmen Monate darin arbeitet, kann bereits mit einer massiven Blockbohlenkonstruktion gut auskommen.

Soll das Gartenbüro dagegen ganzjährig beheizt und regelmäßig genutzt werden, empfehlen wir eine entsprechend gedämmte Ausführung.

In diesem Fall ist nicht allein die Frage „34, 44 oder 66 mm?“ entscheidend, sondern der komplette Wand-, Dach- und Bodenaufbau.

Welche Wandstärke für ein Ferien- oder Wochenendhaus?

Auch hier entscheidet die Nutzungsdauer.

Für gelegentliche Aufenthalte während der wärmeren Monate kann eine klassische Blockbohlenkonstruktion ausreichend sein.

Soll das Haus dagegen auch im Herbst oder Winter genutzt werden, sollte eine isolierte Ausführung gewählt werden.

Bei intensiver oder ganzjähriger Nutzung sind zusätzlich die baurechtlichen Anforderungen der vorgesehenen Nutzung zu berücksichtigen.

Spielt die Größe des Gartenhauses eine Rolle?

Ja.

Mit zunehmender Gebäudegröße steigen die Anforderungen an Konstruktion und Stabilität. Große Wandflächen, breite Türen, große Fensterfronten und die Dachkonstruktion müssen als Gesamtsystem betrachtet werden.

Deshalb kann bei einem kleinen Gerätehaus eine 34-mm-Wand vollkommen ausreichend sein, während bei einem großen Gartenhaus eine stärkere Konstruktion sinnvoll ist.

Auch Schneelast und regionale Witterungsbedingungen müssen berücksichtigt werden.

Gerade in Österreich kann die erforderliche Schneelast je nach Standort erheblich variieren.

34, 44 oder 66 mm: Welche Wandstärke passt zu Ihnen?

Vor dem Kauf sollten Sie sich fünf Fragen stellen:

  1. Wie häufig werde ich das Gartenhaus nutzen?
  2. Wird das Gartenhaus beheizt?
  3. Soll es auch im Winter genutzt werden?
  4. Dient es hauptsächlich als Lager oder als Aufenthaltsraum?
  5. Benötige ich eine zusätzliche Dämmung?

Aus diesen Antworten ergibt sich meist sehr schnell die passende Konstruktion.

Unsere Orientierung

Einfaches Gartenhaus oder Lager:
→ 34 mm

Hochwertiges Gartenhaus, Hobbyraum oder regelmäßige Nutzung:
→ 44 mm

Massives Gartenhaus und intensive Nutzung:
→ 66 mm

Regelmäßige Nutzung bei niedrigen Temperaturen:
→ isolierte Ausführung prüfen

Hoher Anspruch an Wärmedämmung:
→ Doppelwand bzw. entsprechend gedämmten Wandaufbau wählen

Fazit: Die Nutzung bestimmt die richtige Wandstärke

Bei der Frage „Welche Wandstärke braucht ein Gartenhaus?“ gibt es nicht eine einzige richtige Antwort.

Für ein klassisches Gartenhaus kann eine 34-mm-Blockbohle vollkommen ausreichend sein. Wer mehr Stabilität und Nutzungskomfort möchte, findet mit 44 mm einen sehr guten Mittelweg.

Eine 66-mm-Blockbohle empfiehlt sich insbesondere für größere, hochwertige und intensiv genutzte Gartenhäuser.

Soll das Gartenhaus regelmäßig beheizt oder auch während der kalten Jahreszeit genutzt werden, sollte jedoch nicht ausschließlich die Stärke der Blockbohle betrachtet werden. Dann wird ein durchdachter Dämmaufbau von Wand, Dach und Boden wesentlich wichtiger.

Sie sind unsicher, welche Wandstärke Sie benötigen?

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl des passenden Gartenhauses.

Teilen Sie uns mit, welche Größe Sie benötigen und wie Sie das Gartenhaus später nutzen möchten. Auf dieser Grundlage können wir Ihnen eine passende Ausführung empfehlen und ein kostenloses und unverbindliches Angebot erstellen.

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Häufig gestellte Fragen zur Gartenhaus-Wandstärke

Sind 34 mm für ein Gartenhaus ausreichend?

Ja. Für ein klassisches Gartenhaus, einen Lagerraum oder eine überwiegend saisonale Nutzung können 34 mm eine sehr gute Lösung sein.

Sind 44 mm besser als 34 mm?

Eine 44-mm-Blockbohle besitzt mehr Holzmasse und bietet eine robustere Konstruktion. Sie ist besonders interessant, wenn das Gartenhaus regelmäßig als Hobby-, Arbeits- oder Aufenthaltsraum genutzt wird.

Wann sollte ich 66 mm wählen?

66 mm empfehlen sich insbesondere für größere oder intensiv genutzte Gartenhäuser und wenn eine besonders massive Konstruktion gewünscht wird.

Ist ein Gartenhaus mit 66 mm winterfest?

Nicht automatisch. Für die Nutzung im Winter sind neben der Wand auch Dach, Boden, Fenster, Türen und eine entsprechende Wärmedämmung entscheidend.

Welche Wandstärke eignet sich für ein Gartenbüro?

Bei saisonaler Nutzung können massive Blockbohlen ausreichend sein. Für ein ganzjährig genutztes und beheiztes Gartenbüro empfiehlt sich eine entsprechend isolierte Konstruktion.

Was bedeutet 44+44 mm?

Dabei handelt es sich um eine doppelwandige Konstruktion mit zwei 44-mm-Holzwänden und einer dazwischenliegenden Dämmebene. Diese Konstruktion ermöglicht einen höheren Wärmeschutz als eine einfache Blockbohlenwand.

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